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20.01.2015 18:50 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Die "jungen Wilden" und der Sportverein von Morgen war das heiße Diskussionsthema anlässlich des 6. Tiroler Sportforums im Studio 3 des ORF Tirol


Zwei erfolgreiche Leistungssportler, ein profunder Szenenkenner und Querdenker sowie eine wissenschaftliche Analystin haben das „Sportforum 2015“ belebt. Die Aufarbeitung des Themas „Die jungen Wilden und der Sportverein von morgen“ ist wirklich geglückt.

Christian Waldner, der Slackliner schlechthin, hat seine sportliche Entwicklung aufgezeigt und vermittelt, dass aus dem organisierten Sport (Verein) oft aus mehreren Gründen ausgestiegen wird. Bei ihm war es sicher einerseits ein Ausbrechen aus der Hierarchie, andererseits auch das Entdecken von Neuem. Trotz aller Eigenständigkeit hat aber Christian Waldner die Brücke zurück zum Verein wieder gebaut, indem er den nun entstehenden Slackline-Vereinen Hilfestellung gibt.

Lukas Steiner, erfolgreichster Freerunner Österreichs, hat seinerseits seinen Fokus auf die Notwendigkeit einer individuellen Leistungsverbesserung – zunächst jedenfalls abseits vom Spitzensport – gerichtet und mit mehr als 200 betreuten SportlerInnen aufgezeigt, dass es nicht unbedingt notwendig ist, sich in Wettkämpfen zu messen. Das Auffinden und Aufzeigen von Veranlagungen des Einzelnen und die Weiterentwicklung durch ausgebildete Fachkräfte – auch für Spitzensportler – ist sein Weg, der großen Anklang gefunden hat.

Union-Präsident Günther Mitterbauer wiederum hat die Problematik oft verkrusteter Vereinsstrukturen und egoistischer Ziele von ehrenamtlichen Funktionären, die auch schon aus den Vorträgen der beiden Vorredner erkennbare Notwendigkeit der Einbindung professioneller Kräfte in die Vereine aufgezeigt und die Forderung aufgestellt, die Jugendarbeit noch viel ernster zu nehmen.
Svenja Feiler von der Sporthochschule Köln schließlich hat aus den bisherigen Sportentwicklungsberichten die Situation der Sportvereine in Deutschland analysiert und aufgezeigt, dass vor allem größere Vereine Trendsportarten einbinden und sich dies zum Wohle dieser Vereine auswirkt.

Die 200 TeilnehmerInnen haben jedenfalls die Erkenntnis mitgenommen, dass der Sport lebt, der organisierte Sport nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern auch gute Chancen für die Zukunft hat und die Notwendigkeit besteht, sich im wahrsten Sinne des Wortes zu bewegen.

 

Impressionen

 

Presentation Svenja Feiler (Spothochschule Köln)

 

Pressebericht TT